Inhalt des Visumantrags
Der Visumantrag enthält in der Regel Informationen über den Arzt, die sich auf seine persönlichen Daten beziehen, darunter Name, Geburtsort und -datum, Staatsangehörigkeit sowie Informationen zu Familienmitgliedern wie Eltern. Zudem gibt der Antrag Aufschluss über den Familienstand – ob ledig oder verheiratet – und verlangt in diesem Fall zusätzliche Angaben zum Ehepartner und zu den Kindern. Darüber hinaus enthält der Antrag Kontaktdaten wie die Adresse, Telefonnummern, die für offizielle Korrespondenz genutzte E-Mail-Adresse sowie gegebenenfalls weitere Kommunikationskanäle.
Die Angabe von Identitätsnachweisen ist unerlässlich. Dazu gehören Informationen über das für das Visum verwendete Reisedokument (Reisepass), insbesondere die Passnummer, die ausstellende Behörde sowie das Gültigkeitsdatum. Zudem müssen das geplante Reisedatum nach Deutschland, der Reisegrund, die erwartete Aufenthaltsdauer sowie Angaben zur fördernden Institution oder Person (Name der Institution, Ansprechpartner, Adresse, verschiedene Kontaktmöglichkeiten) angegeben werden. Hierbei gibt der Arzt beispielsweise an, an welchem Sprachinstitut er sich eingeschrieben hat, von welchem Unternehmen er einen Arbeitsvertrag erhalten hat, wer sein Bürge in Deutschland ist oder von welcher Bildungseinrichtung oder Akademie er eine Zulassung oder ein Stipendium erhalten hat. Es ist besonders wichtig, dass Ärzte, deren Reise von einem Sprachinstitut oder einem Unternehmen gesponsert wird, die Kontaktdaten der zuständigen Person sorgfältig dokumentieren. Die Botschaft kann gegebenenfalls mit dieser Person in Kontakt treten, um die Richtigkeit der Angaben über den Reisegrund des Arztes nach Deutschland zu überprüfen.
Wie bereits in mehreren vorherigen Artikeln erläutert wurde, sind Angaben zu den finanziellen Mitteln und der Unterkunft in Deutschland von großer Bedeutung. Der Arzt muss angeben, wie er seine finanzielle Tragfähigkeit zur Deckung der Lebenshaltungskosten in Deutschland nachweist. Wichtig sind weiterhin Informationen zu seiner geplanten Unterkunft.
Darüber hinaus gibt es sensible Informationen, die genau und wahrheitsgemäß angegeben werden müssen. Dazu gehören etwa frühere strafrechtliche Vergehen, eine frühere Ablehnung eines Visumantrags oder eine vorherige Abschiebung aus Deutschland.
So geht es nach dem Ausfüllen weiter
Nach dem Ausfüllen des Antrags und der Überprüfung aller Angaben auf Richtigkeit sollte der Antrag als PDF-Datei gespeichert, ausgedruckt und unterschrieben werden. Anschließend ist er zusammen mit den weiteren erforderlichen Unterlagen zum Termin bei der deutschen Botschaft mitzubringen.
Um Fehler oder unvollständige Angaben zu vermeiden, überprüft der zuständige Mitarbeiter der deutschen Botschaft die Angaben während des Gesprächs mit dem Arzt. Falls er Fehler entdeckt oder unklare Informationen vorfindet, wird er den Arzt dazu auffordern, die erforderlichen Änderungen vorzunehmen und diese durch seine Unterschrift auf dem überarbeiteten Antrag zu bestätigen.
So findet man das Formular
Das Visumantragsformular kann über die Webseite der deutschen Botschaft oder die offizielle Website des deutschen Auswärtigen Amtes heruntergeladen werden. Zudem versenden einige Botschaften einen Link zum Antrag per E-Mail an den Arzt, um sicherzustellen, dass dieser vor dem Gesprächstermin ausgefüllt wird.