Die professionelle Erstellung des Lebenslaufs

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Der Lebenslauf des Arztes, der sowohl persönliche Informationen als auch aktuelle Angaben zu seinen Erfahrungen und Qualifikationen enthält, zählt zu den wichtigsten Dokumenten für diejenigen, die nach Deutschland einreisen möchten. Er muss bei der Botschaft während des Visumsgesprächs vorgelegt werden und ist ebenso für Ärzte in Deutschland erforderlich – sei es zur Anmeldung an Instituten zur Vorbereitung auf die Anerkennungsprüfungen, zur Immatrikulation an Universitäten für ein weiteres Studium oder während der Jobsuche.

So, wie Menschen sich kennenlernen und Informationen austauschen, ermöglicht ein gut strukturierter und übersichtlicher Lebenslauf die Vorstellung der eigenen Person und Fähigkeiten. Er stellt eine geordnete und wesentliche Zusammenfassung der persönlichen und beruflichen Daten des Arztes dar.

Der Inhalt des Lebenslaufs

Ein Lebenslauf sollte grundlegende Informationen enthalten, darunter persönliche Daten (Name, Geburtsdatum, Adresse, Kontaktinformationen wie Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Social-Media-Profile des Arztes (optional auch Nationalität und Familienstand). Zudem müssen Angaben zur akademischen Ausbildung gemacht werden, die alle erworbenen wissenschaftlichen und akademischen Abschlüsse samt ausstellender Institution und Datum des Erwerbs dokumentieren. Ergänzend können Notizen zu den erzielten Leistungen in den verschiedenen Bildungsstufen aufgenommen werden.

Ebenso sollten berufliche Erfahrungen mit detaillierten Angaben zu den jeweiligen Tätigkeiten, der Dauer jedes Arbeitsverhältnisses sowie den Beginn- und Enddaten strukturiert aufgeführt werden. Dabei ist es wichtig, die genaue berufliche Bezeichnung oder Position zu benennen, die der Arzt in jeder vorherigen Anstellung innehatte. Zusätzlich können Informationen über besondere Errungenschaften wie akademische oder wissenschaftliche Auszeichnungen, Teilnahme an internationalen Austauschprogrammen oder absolvierte Weiterbildungen angegeben werden. Ein wichtiger Bestandteil des Lebenslaufs sind zudem Sprachkenntnisse, wobei explizit das Niveau jeder beherrschten Sprache und die Muttersprache angegeben werden sollten. Falls vorhanden, sind entsprechende Sprachzertifikate beizufügen. 

Darüber hinaus kann der Arzt seine Soft Skills und technischen Fähigkeiten aufführen, z.B. den Umgang mit Computern und Office-Programmen, Teamführungsfähigkeiten, Problemlösungskompetenz, Kommunikationsstärke oder Zeitmanagement.

Besonderheiten des Lebenslaufs ausländischer Ärzte

Der Lebenslauf von Ärzten, die nach Deutschland reisen möchten, unterscheidet sich nicht wesentlich von einem üblichen Lebenslauf. Allerdings muss er zwingend auf Deutsch verfasst sein, um das fortgeschrittene Sprachniveau des Arztes zu belegen und die Visumserteilung zu unterstützen. Er sollte in einer tabellarischen Form (tabellarischer Lebenslauf) strukturiert sein, in der alle beruflichen und akademischen Stationen in einer chronologischen Reihenfolge von der jüngsten zur ältesten Erfahrung ohne unerklärliche Zeitlücken aufgeführt werden. Dabei müssen mindestens Monat und Jahr angegeben werden.

Hinweise zur Lebenslauferstellung

Der aktuelle Trend in Deutschland und weltweit geht dahin, keine Fotos im Lebenslauf zu verwenden, um Diskriminierung zu vermeiden und den Fokus ausschließlich auf die fachlichen Qualifikationen und Erfahrungen zu legen – insbesondere bei wichtigen Entscheidungen wie der Visumserteilung oder der Arbeitserlaubnis. Dennoch bevorzugen Arbeitgeber häufig nach wie vor ein Bewerbungsfoto.

Zu den in Deutschland und Europa anerkannten kostenlosen Online-Plattformen für die professionelle Erstellung eines Lebenslaufs zählt die Webseite Europass. Diese ermöglicht die Erstellung eines Lebenslaufs in mehreren Sprachen, bietet die Option zur elektronischen Weitergabe oder den Download als PDF-Datei und erlaubt eine nachträgliche Bearbeitung der gespeicherten Informationen. Es ist für Ärzte äußerst wichtig, ihren Lebenslauf regelmäßig zu aktualisieren. Es wäre unangebracht, mit einem Lebenslauf, der vor zwei Jahren erstellt wurde, ein Visumsgespräch oder ein Vorstellungsgespräch wahrzunehmen! Zudem ist darauf zu achten, keine ungeklärten Zeiträume in der Vita zu hinterlassen – weder ohne akademische noch ohne berufliche Tätigkeit. Botschaften oder Arbeitgeber könnten nach den Gründen für solche Lücken fragen.

Am Ende des Lebenslaufs sollte der Arzt seine Unterschrift, das Datum und den Ort hinzufügen, um dem Dokument eine persönliche Note zu verleihen. Außerdem ist darauf zu achten, dass alle Angaben im Lebenslauf mit den entsprechenden Nachweisen und Dokumenten belegt werden.

 

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